Tag 11: Letzter Tag Wettbewerb / Beginn Superteam und WELTMEISTER!!!

Dass wir es tatsächlich zum Weltmeister bringen würden, hätten wir zu Beginn unserer Reise nicht gedacht. Vielen, vielen Dank an alle, die uns bei unserer Reise unterstützt haben!
Am letzten Tag des Einzelwettbewerbes standen die beiden letzten Wertungsläufe sowie die Veröffentlichung der Regeln für den Superteamwettbewerb statt.
Zu dem Zeitpunkt standen die Kroaten auf dem 1. Platz und wir noch auf dem zweiten Platz, mit einer sehr kleinen Punktedifferenz von lediglich 10 Punkten mit dem Streichergebnis. In den letzten beiden Parcours wurde dann von den Regeln her nochmal alles rausgeholt – wenig Wände, viele schwierig platzierte Hindernisse und sogar Taschentücher auf dem Boden. Besonders durch diese Schwierigkeiten konnte unser Roboter dann noch einmal punkten – zum einen, weil er sehr präzise fährt und sich i.d.R. auch ohne Wände gut ausrichten kann, zum anderen, weil die von einigen anderen (guten) Teams genutzten Mecanum Wheels (damit kann man auch zur Seite fahren und nicht nur nach vorne oder hinten) unter anderem genau hiermit große Probleme hatten (das war einer der Hauptgründe, warum wir uns damals gegen Mecanum Wheels entschieden haben – die „großen“ Roboter benutzen sie ja auch nicht, wenn der Untergrund unbekannt ist.
Wir haben natürlich auch nicht die volle Punktzahl erreicht, da auch unser Roboter dann rausgekommen ist (in beiden Läufen kein Startbonus und ein Opfer nicht gefunden), das war aber immer noch wesentlich mehr als die Kroaten (die nach wenigen Minuten wegen Taschentüchern in den Rädern abbrechen mussten).
Letztendlich hat es dann mit 80 Punkten doch noch für den ersten Platz gereicht, worüber wir uns sehr freuen!

Als nächstes stand dann die Veröffentlichung der Regeln für den Superteam Wettbewerb an. Wir dürfen mit einem sehr kompetenten mexikanischen Team zusammenarbeiten. Das Team war zu Beginn gut mit dabei (mit uns auf dem 3. Platz nach den ersten Läufen), steht nun aber auf dem 7. Das tut allerdings nichts zur Sache, denn ein gutes Grundkonzept und ein gutes Team sind mehr wert als ein perfekt funktionierender Roboter und die Zusammenarbeit zwischen uns hat sich als optimal herausgestellt.
Das Szenario ist ein im „Haus“ gefangener Roboter, der von einem weiteren Roboter gerettet werden soll. Der gefangene Roboter muss anhand einer bestimmten Anzahl an Fliesen im unteren Raum bestimmen, welche Tür zu diesem Raum vom anderen Roboter, der irgendwo in der oberen Ebene startet, geöffnet werden muss, damit der Roboter entkommen kann. Eine kabellose Kommunikation wird also vorausgesetzt – von den letzten Jahren wussten wir noch, dass eine kabellose Kommunikation im Superteam Wettbewerb nicht schaden kann, weshalb wir ein Bluetooth Master und Slave Modul von zu Hause mitgenommen haben, mit dem der andere Roboter uns die richtige Tür mitteilen kann und wir dem Roboter, ob die Tür geöffnet wurde.
Wie wir die Arbeit aufteilen war schnell geklärt, sodass wir uns sofort an die Arbeit machen konnten. Unser Roboter startet dabei oben und muss die Tür öffnen, während der mexikanische Roboter unten startet und die richtige Tür ermittelt. Aktuell ist soweit alles fertig programmiert, morgen muss nur noch getestet werden. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was daraus noch so wird.